Der VDMA kündigt seinen Maschinenbau-Gipfel 2026 an. Im Mittelpunkt steht Bertram Kawlath, der als Verbandspräsident die strategische Ausrichtung der deutschen Maschinenbauindustrie verantwortet. Die Branche durchlebt eine Phase erheblichen Drucks: Konjunkturflaute, Transformationskosten und geopolitische Unsicherheiten belasten Hersteller, darunter auch Anbieter von Klimatechnik, Pumpen und Lüftung.

Agenda unter Kawlath: Resilienz und Digitalisierung

Kawlath verfolgt eine Doppelstrategie: Einerseits soll die Wettbewerbsfähigkeit durch Investitionen in Digitalisierung und Automation gestärkt werden. Andererseits setzt der VDMA auf eine engere Abstimmung zwischen Industrie und Politik, um regulatorische Hürden abzubauen. Für Zulieferer in der Gebäudetechnik sind besonders Maschinen zur Fertigung von Wärmetauschern, Volumenstromreglern und Komponenten für Wärmepumpen relevant. Die Transformation hin zu klimaneutraler Heiztechnik erhöht die Nachfrage nach präzisen Fertigungsanlagen und automatisierten Prüfständen.

Herausforderungen: Fachkräftemangel und Lieferketten

Der Fachkräftemangel trifft nicht nur das SHK-Handwerk, sondern auch den Maschinen- und Anlagenbau. Zugleich bleiben Lieferketten fragil – ein Problem, das Hersteller wie Grundfos oder Wilo bei der Beschaffung von Antriebskomponenten und Elektronik spüren. Der VDMA dringt auf eine Diversifizierung der Lieferantenstruktur und eine Re-Industrialisierung in Europa.

Erwartete Innovationen für die Gebäudetechnik

Auf dem Gipfel dürften neue Fertigungsverfahren für Komponenten der Wärmerückgewinnung und modulare Anlagen zur Produktion von Plattenwärmetauschern vorgestellt werden. Auch Maschinen für die Massenfertigung von Wärmepumpen-Verdampfern und Kondensatoren stehen im Fokus. Die steigende Nachfrage im Zuge der Wärmepumpenförderung 2026 treibt die Auslastung der Zulieferer.

Ausblick: Verband setzt auf internationale Märkte

Kawlath betont die Bedeutung von Exportmärkten außerhalb Europas. Insbesondere Asien und Nordamerika bieten Wachstumschancen für deutsche TGA-Maschinen. Der VDMA plant, auf dem Gipfel konkrete Marktzugangsinitiativen zu präsentieren und die Zusammenarbeit mit Branchenverbänden wie der ANGAISA zu intensivieren. Ob die angekündigten Maßnahmen ausreichen, um die strukturellen Herausforderungen zu bewältigen, bleibt offen. Fest steht: Die Gebäudetechnik-Branche wartet auf konkrete Impulse aus dem Maschinenbau.

Quellen